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Hier im Blog werden Kurzartikel veröffentlicht und auf Neuigkeiten auf www.kire.ch hingewiesen. Es gibt sie auch als Archiv, nach Kategorien sortiert und als RSS Newsfeed .


25. Mai 2009

Zensursula-Kampagne in Deutschland

In unserem nördlichen Nachbarland wehren sich immer mehr Menschen für Ihre (Digitalen-) Grundrechte. Die Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung des AK Vorrat hat stetig zugelegt und Ende letzten Jahres 100′000 Personen zum Protest auf die Strasse gebracht.

In Köln hat dieses Wochenende das erste mal die SIGINT stattgefunden. Im Gegensatz zum alljährlichen Chaos Communication Congress soll diese Veranstaltung mehr gesellschaftspolitische und weniger technische Themen beinhalten. Sie richtet sich vornehmlich gegen die Politik der Internet-Ausdrucker, welche die Wandlung des Netzes vom Medium zum Lebensraum nicht nachvollziehen können, und es mit Technik, die sie nicht (ganz) verstehen, in ihrem Sinne zu regulieren versuchen.

Ganz aktuell ist auch die Zensursula-Debatte. Eine Online-Petition der AK-Zensur hat innert weniger Tage 100′000 Unterschriften zusammengebracht. Worum es genau geht, schildert ein Beitrag vom NDR:

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit

20. Mai 2009

Du bist Terrorist

Abgesehen von der Online-Durchsuchung und der Speicherung der besuchten Webseiten, ist es bei uns leider auch nicht (mehr) anders. Die sehr schöne Animation macht betroffen.

Du bist Terrorist from lexela.

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18. Mai 2009

Vulkanausbruch vor der Küste

Shanghai Courier, Freitag 11.1.1924

In der Nacht auf Montag wurde von Fischern ein Vulkanausbruch auf einer unbewohnten Insel ca. 450 km südöstlich von Shanghai beobachtet. Einige Stunden lang habe der Berg Feuer und Lava gespien, bevor er sich wieder beruhigt habe. Alle paar Jahre wird ein solches Ereignis bekannt. Für die Einwohner von Shanghai besteht kein Grund zur Besorgnis.

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Animation zur OpenStreetMapping-Party

Matthias hat zur OpenStreetMapping-Party vom Samstag in Bremgarten, welche im Rahmen vom Computerlabor stattgefunden hat, eine sehr schöne Animation gemacht (Achtung: über 10 MB gross):

Tracks OpenStreetMapping-Party Bremgarten

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17. Mai 2009

Die Würfel sind gefallen…

…und schade, dass es um gerade mal 5′500 Stimmen nicht gereicht hat.

Eigentlich hatte ich vor, mir das Statement des Bundesrates, resp. von Evelyne Widmer-Schlumpf nicht anzutun. Natürlich habe ich es schlussendlich in der NZZ doch nachgelesen. Und mich prompt etwas aufgeregt… ;-) und :-(

“Angesichts der geschlossenen Linken und Rechten, der allgemein kritischen Medien und des Umstands, dass unter den Befürworter-Parteien niemand die Führung übernommen habe, sei es erstaunlich, dass die Mitte-Parteien die Abstimmung gewonnen hätten, sagte Widmer-Schlumpf.”

Seufz. Das wäre ja zu schön gewesen. Wo war denn die SP? Und die SVP hat (mindestens) im Aargau medienwirksam auch nur auf das Bildungskleeblatt eingehauen. Zugegeben, die Jungparteien und die Grünen haben sich engagiert. Und ein Komitee, das aus einer Handvoll Leute und einem sehr bescheidenen Budget bestanden hat. Auch die Medien waren sooo kritisch nun auch wieder nicht. Und über das Abstimmungsbüchlein habe ich ja bereits geschrieben

“Wie im Abstimmungskampf versprochen, würden die Identitätskarten nicht mit einem Chip mit biometrischen Daten bestückt. Sollte eine Biometrie-ID einmal ein Thema werden, wolle der Bundesrat gleichzeitig auch eine ID ohne Biometrie anbieten.”

Schön, wenn mensch den Bundesrat hier beim Wort nehmen könnte. Und gegen eine Wahlfreiheit hat sich das Parlament ja auch bereits ausgesprochen

“Im Übrigen erteilte Widmer-Schlumpf bürgerlichen Stimmen eine Absage, die damit liebäugeln, das zentrale Informationssystem Ausweisschriften (ISA) für Fahndungszwecke zu öffnen. «Davon halte ich nichts», sagte sie. Wer dies wolle, müsse das Gesetz ändern. Das seit 2003 bestehende ISA habe noch nie zu Beanstandungen Anlass gegeben.”

Bis jetzt hat es auch keine Fingerabdrücke enthalten. Nimmt mich Wunder, wie stark sich die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements dagegen stemmen wird, wenn bei passender Gelegenheit FDP-Nationalrätin Doris Fiala die Forderung wieder stellt, dass bei der Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit diese heute zugunsten der Sicherheit ausfallen müsse.

“Das Referendum sei per Internet zustande gekommen.”

Naja, ich weiss nicht, wann die gute Frau das letzte mal an einem Referendum beteiligt war. Aber per Internet kommt da gar nichts zusammen. Für die nötigen Unterschriften gilt es sich auf die Strasse zu stellen – und mit den Leuten zu reden. Aber natürlich, es kann als Kommunikations-Kanal genutzt werden.

Die NZZ hat heute zudem ein lesenswerter Kommentar veröffentlicht: Der Makel der Datenbank

Zum Schluss bleibt allen zu danken, die mitgeholfen haben!

Und leider steht uns ja mit dem Hackertools-Paragraphen bereits neues Unheil ins Haus.

But for now: Habe fertig.

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16. Mai 2009

Update: Folien zum OpenStreetMap-Workshop

Die Folien von Matthias zum OpenStreetMap-Workshop haben ein kleineres Update erfahren…

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14. Mai 2009

Status der Online-Durchsuchungen in der Schweiz

Obwohl es aktuell in der Schweiz keine klare Rechtsgrundlage für die Online-Durchsuchung (Remote Forensic) gibt, sind aktuell einige Versuche publik geworden. In St. Gallen wurde gemäss einem WOZ-Artikel im Rahmen der Strafuntersuchung gegen Karin K., welche die Abschiedsrede von Franz Jaeger an der HSG mit einem Theater gestört hatte, eine Online-Durchsuchung beantragt:

“Auch eine verdeckte Ermittlung über das Internet beantragt der Untersuchungsrichter. Diese wird jedoch nicht bewilligt.”

Auch der sehr interessanten Artikel von Ernst Platz in der Online-Zeitschrift SIC! über die Rechtliche Zulässigkeit von «Remote Forensic Software» in der Schweiz beschreibt die negative Beurteilung eines Antrags der Strafverfolgungsbehörden.

Der Leiter des Dienstes für besondere Aufgaben (DBA) sieht gemäss diesem Text die Rechtsgrundlage für den Einsatz von «Remote Forensic Software» im Rahmen der kantonalen und der eidgenössischen Strafprozessordnung allerdings gegeben, da deren Einsatz unter dem Titel technischer Überwachungsgeräte zugelassen würden.

Sowohl der Autor wie auch der Bewilligungsrichter in St. Gallen kommen jedoch zum Schluss, dass diese so nicht gegeben sei. Einerseits fallen Computer nicht unter den Begriff technischer Überwachungsgeräte und andererseits beanspruche der Bund mit dem Erlass des BÜPF die alleinige Kompetenz für die Regelung der Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs.

Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass ein anderer Bewilligungsrichter der Argumentation des DBA folgt.

Klar ist hingegen, dass der Staatsschutz z. Z. (noch) keine rechtliche Möglichkeit besitzt, Online-Durchsuchungen durchzuführen. Die hängige Revision des Bundesgesetzes zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS II), mit dem der grosse Lauschangriff hätte eingeführt werden sollen, wurde zur Überarbeitung an den Bundesrat zurückgeschickt.

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13. Mai 2009

Allwissendes Google

Karsten hat sich in letzter Zeit etwas intensiver mit Google beschäftigt. Daraus ist ein ziemlich interessantes Kapitel im auch sonst lesenswerten Privacy-Handbuch der German Privacy Foundation entstanden. Besonders bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass Google zum Beispiel eine Grippewelle bis zu zwei Wochen vor den zuständigen Behörden in den USA erkennen kann. Und dies scheinbar nur durch die Suchanfragen. Wenn dazu noch die Auswertungen von Adsense, Analytics, DoubleClick und Google Mail, Maps, Picasa, Toolbar, Chrome etc. pp. kommen, dann weiss der Datenkrake sehr genau, was aktuell (im wahrsten Sinne des Wortes) gefragt und  – wie der Trend ist. Und dies auch regional und personengruppenbezogen (Einkommen, Bildung etc.). Wenn das nicht die Lizenz zum Gelddrucken ist…

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12. Mai 2009

Update: Computerlabor

Die Folien zum OpenStreetMap-Vortrag von Matthias stehen auf der Computerlabor-Seite zum Download zur Verfügung. (Achtung, die Datei ist wegen den Bildern ziemlich gross.)

Weiter geht es am nächsten Samstag um 14.00 Uhr mit der Mapping-Party. QuereinsteigerInnen sind willkommen. Wer hat, nicht vergessen, das GPS-Gerät etc. mitzubringen (siehe Seite 30 in den Folien).

Btw. Am Mo. 8.6.2009 steht “Publizieren im Web mit Joomla!” auf der Computerlabor-Menükarte.

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10. Mai 2009

Also doch: Biometrische Passdaten für Fahndungszwecke

Nun ist es erstmals öffentlich ausgesprochen. Gemäss FDP-Nationalrätin Doris Fiala sollen Passdaten für Fahndungszwecke verwendet werden: “Die Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit müsse heute zugunsten der Sicherheit ausfallen.”

Adieu liberales Gedankengut und persönliche Freiheit. Dafür eine weitere Verschiebung des Grundprinzips der Unschuldsvermutung in Richtung Generalverdacht.

In einem Kommentar ist das Zitat von Benjamin Franklin bereits gefallen – und ihm ist eigentlich nichts weiter beizufügen: “Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.”

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit
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