Auch wenn die Liste der UnterstützerInnen sich streckenweise wie ein Gruselkabinett liest, ist das Anliegen wichtig. Die Unterschriftenbögen können von der Homepage des Komitees direkt heruntergeladen werden. Bitte ausdrucken, ausfüllen und bis Ende Monat zurück senden.
Doch worum geht es überhaupt: Im Rahmen der Weiterentwicklung des Schengenbesitzstandes wurde vom Parlament entschieden, dass der Schweizer Pass und mittlerweile auch die Identitätskarte zukünftig (ohne Wahlmöglichkeit) biometrische Daten, in einem RFID-Funkchip gespeichert, enthalten. Das Foto und der Fingerabdruck (zukünftig werden wohl noch andere Merkmale hinzukommen) werden aber nicht nur auf dem Pass selber, sondern zusätzlich (und unnötigerweise) in einer zentralen Datenbank gespeichert. Der Zugriff auf den Chip ist zwar mehrstufig gesichert. Doch wird der Bund mit sehr vielen Staaten und Organisationen abkommen treffen, welche Zugriff erhalten. Dann ist es auch möglich, den Chip ohne Vorweisen des Passes z. B. in engen Durchgängen (Drehkreuze, Schleusen etc.) auszulesen und Bewegungsprofile zu erstellen. Zusätzlich wurden bereits die ersten Unsicherheiten im Verschlüsselungsverfahren dokumentiert. Interessant ist auch, dass mindestens in Deutschland, der Pass seine Gültigkeit behält, auch wenn der Chip defekt ist. Der CCC hat in seinen Untersuchungen zusätzlich auch festgestellt, dass die Qualität der biometrischen Abzüge (Fingerabdruck) bei jüngeren und älteren Personen ungenügend und die Erkennungssysteme ungeeignet sind. Und gleich schon mal eine Fingerabdruck-Attrappe von Wolfgang Schäuble veröffentlicht.


