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Hier im Blog werden Kurzartikel veröffentlicht und auf Neuigkeiten auf www.kire.ch hingewiesen. Es gibt sie auch als Archiv, nach Kategorien sortiert und als RSS Newsfeed .


29. März 2008

Chaos Singularity 2008 – Call for Participation

Auch dieses Jahr organisieren die Chaostreffs der Schweiz, sowie die SheGeeks und der CCCZH wieder eine Chaos Singularity (CoSin), einen dreitägigen Event mit Inhalt aus allen Bereichen der Informatik und Informationspolitik.

Wie der Name schon sagt, ist es unser Ziel, möglichst viel Chaos an einem einzelnen Punkt im Raumzeit-Kontinuum zu konzentrieren, und zwar am

4.-6. Juli 2008 im KuZeB in Bremgarten (Aargau/CH)

Alle Interessierten sind eingeladen, Workshops und Vorträge zu gestalten. Solche können über Pentabarf eingereicht werden. Der Beitrag sollte mit Vorzug in englischer Sprache erfolgen, damit auch Leute aus anderen Regionen oder aus dem näheren nicht-deutschen Sprachraum an der CoSin teilhaben können. Zumindest aber die Flexibilität, abhängig vom Publikum auf Englisch umzustellen, ist erwünscht. Inhaltlich sind von Hardware über Software bis zu Politik und Gesellschaft alle Themen willkommen. Der Fahrplan der CoSin 2007 bietet ein gutes Bild. Neben Workshops und Vorträgen sind auch Infostände erwünscht, sofern sie inhaltlich zum Event passen. Desweiteren sind wir noch auf der Suche nach einer Person, die CoSin musikalisch etwas hinterlegen könnte.

Weitere Informationen finden sich auf der CoSin Homepage. Fragen können an cosin-orga@chaostreff.ch, oder an die öffentliche Swiss-Chaos Mailingliste gerichtet werden.

Zur Übersicht hier die wichtigsten Infos:

Datum: 4-6. Juli 2008
Deadline für Content: 15. Juni 2008
Ort: KuZeB, Bremgarten, Aargau, Schweiz
Eintritt: 10 CHF / 6 Euro
Essen: Frühstück / Abendessen im KuZeB (Preis: CHF 5, Anmeldung)
Bar: Mate und andere Getränke zu Selbstkosten
Unterkunft: Schlafmöglichkeiten im KuZeB sind vorhanden

Wir hoffen, Euch an der CoSin 2008 begrüssen zu dürfen!

Chaotische Grüsse,
CoSin Orga

PS Wir sind dankbar für jegliche Weiterverbreitung dieses CfP!

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Krimskrams

23. März 2008

EasyTax 2007 unter Ubuntu Linux

Mittlerweile im zweiten Jahr gibt es von EasyTax auch eine Java-Version für Linux. Leider scheint sich in der aktuelle Version 1.02 einen Fehler eingeschlichen zu haben. Dies äussert sich darin, dass nach der Installation die Datei-Berechtigungen falsch gesetzt sind. So geht’s:

  • Voraussetzung: sun-java5-jre muss (per Synaptic) installiert sein.
  • Terminal öffnen und mit folgenden Befehlen die aktuelle EasyTax-Version auf den Desktop runterladen:

cd Desktop
wget -O EasyTax2007AG_1_0_x.sh \
"http://www.ag.ch/DokTabelle/steueramt_easytax/index.php?controller=Download&DokId=60&Format=sh"

  • Zu Superuser wechseln (Passwort eingeben):

sudo bash

  • Prüfen, ob java-1.5.0-sun als default [*] ausgewählt ist:

update-alternatives --config java

  • EasyTax installieren (mit “Weiter” durchklicken):

sh ./EasyTax2007AG_1_0_x.sh

EasyTax Setup

  • Datei-Berechtigungen richtig stellen:

find /opt/EasyTax2007AG -type d -exec chmod 755 {} \;
find /opt/EasyTax2007AG -type f -exec chmod 644 {} \;
chmod 700 /opt/EasyTax2007AG/uninstall

  • Und raus:

exit
exit

Nun kann EasyTax normal via Haupt-Menü “Anwendungen” unter “Other” (dt. Anderes?) gestartet werden.

Falls das Drucken am Schluss nicht funktioniert, kann einfach über die Funktion “PDF-Datei erstellen” eine solche generiert und mit dem Evince Document Viewer ausgedruckt werden.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Linux & Opensource

Trojaner Federal & der Grosse Lauschangriff

Vor einem Monat hat das deutsche Bundesverfassungsgericht eine neues Grundrecht zur “Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität” informationstechnischer Systeme ins Leben gerufen. Und damit die Pläne der nordrhein-westfälischen Landesregierung (und auch Otto Schilys) für verdeckte Online-Durchsuchungen für illegal erklärt und ihnen den Bundestrojaner erfreulich deutlich um die Ohren gehauen.

Auch in der Schweiz liebäugelt das Bundesamt für Polizei (Fedpol) im Rahmen der zweiten Revision des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) mit einer entsprechenden Ausweitung ihrer Kompetenz.

Doch zuerst hier einige Hintergründe…

Nach dem Platzen des Fichenskandales und dem Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission galt es, dem Staatsschutz eine rechtliche Grundlage zu schaffen. Mit dem Nichtzustandekommen des Referendums und der Ablehnung der jahrelang verschleppten Initiative S.o.S. Schweiz ohne Schnüffelpolizei trat am 1. Juli 1998 das Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) in Kraft. Damit ist es dem für den präventiven Staatsschutz zuständigen Dienst für Analyse und Prävention (DAP, Hauptabteilung des Fedpol) erlaubt, Daten (auch zur politischen Betätigung) zu bearbeiten, “wenn der begründete Verdacht besteht, dass eine Organisation oder ihr angehörende Personen die Ausübung der politischen Rechte oder der Grundrechte als Vorwand nehmen, um terroristische, nachrichtendienstliche oder gewalttätig extremistische Tätigkeiten vorzubereiten oder durchzuführen”. Für die Beschaffung der Personendaten stehen ihm dafür u. a. öffentlich zugängliche Quellen, amtliche Akten & Register und Beobachtungen von Vorgängen an öffentlichen und allgemein zugänglichen Orten (auch mittels Bild- und Tonaufzeichnungen) zur Verfügung. Ein Auskunftsrecht für betroffene Personen gibt es praktisch nicht.

Mit der ersten Revision kamen am 1. Januar 2007 vorbeugende “Massnahmen gegen Gewaltpropaganda und Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen” im Rahmen der bevorstehenden Euro 08 hinzu. Diese umfassen ein zusätzliches Informationssystem (Datenbank), in welches auch Personen aufgenommen werden dürfen, welche z. B. mit einem Stadionverbot belegt sind aber nicht richterlich verurteilt wurden. Zudem können folgende Zwangsmassnahmen angeordnet werden: Rayonverbote, Ausreisebeschränkungen, Meldeauflagen (Melden bei einer Polizeistelle zu einer bestimmten Zeit) und sogar Polizeigewahrsam während der Sportveranstaltung (für Personen ab 15 Jahren!). Wie befürchtet, stehen bereits einzelne Forderungen im Raum, diese auch auf Gewalt im Zusammenhang mit Demonstrationen auszuweiten. Für viele dürfte dies nur ein kleiner Schritt zu mehr Sicherheit darstellen. In Tat und Wahrheit unterscheiden sich Sportveranstaltungen und Demonstrationen doch beträchtlich. So ist das Demonstrationsrecht ein demokratisches Grundrecht, und es wird normalerweise im öffentlichen Raum (im Gegensatz zum Fussballspiel) ausgeübt.

… und nun aber zur aktuell hängigen zweiten Revision

Der Bundesrat hat am 15. Juni 2007 eine entsprechende Botschaft und den Entwurf für die Änderung des Bundesgesetzes zuhanden des Parlaments verabschiedet. Damit sollen zur “Stärkung der inneren Sicherheit durch Verbesserungen im Bereich des präventiven Staatsschutzes, namentlich zur Bekämpfung des Terrorismus” “besondere Mittel der Informationsbeschaffung” hinzukommen. Diese umfassen das Überwachen des Post- und Fernmeldeverkehrs, das Beobachten an nicht allgemein zugänglichen Orten und das geheime Durchsuchen von Datenbearbeitungssystemen – sprich den Grossen Lauschangriff und den “Trojaner Federal”. Konkret dürfte der DAP damit

  • Den Post- und Fernmeldeverkehr überwachen.
  • Nicht öffentlich zugängliche Orte (auch mittels Bild-, Tonaufnahmen etc.) beobachten.
  • Computer geheim durchsuchen.
  • Elektromagnetische Ausstrahlungen erfassen und auswerten (Funkaufklärung; auch via Onyx).
  • InformantInnen (Spitzel) anheuern und schützen.
  • Personen mit Tarnidentitäten versehen, also V-Leute oder verdeckte Ermittler einsetzen.
  • Bei allen Behörden des Bundes und der Kantone (z. B. bei Sozialversicherungen) und von gewerblichen Transporteuren Einkünfte einholen.
  • Websites mit terroristischem oder gewaltextremistischem Inhalt löschen lassen oder für diese eine Sperrempfehlung erlassen.

Grundsätzlich muss der Einsatz dieser Mittel durch das Bundesverwaltungsgericht und die Departementsvorsteher von EJPD und VBS geprüft und nach Abschluss der Operation den Betroffenen mitgeteilt werden. Die Mitteilungspflicht wird aber durch verschiedene schwammige Bestimmungen, wie der Gefährdung eines laufenden Verfahrens oder von Dritten (Spitzel?) oder durch überwiegendes öffentliches Interesse, eingeschränkt. Für den Einsatz dieser neuen Mittel genügt der Verdacht auf “gewalttätigen Extremismus” nicht mehr, sondern sie sind erst bei “Terrorismus” zulässig. Dumm ist nur, dass der Begriff weder im Gesetzesentwurf noch international verbindlich definiert ist. Wie leicht das Wort “Terror” den PolitikerInnen in vielen Situationen über die Lippen geht, lässt böses vermuten.

Demnächst dürfte also das Parlament zur Vorlage debattieren. In der Vernehmlassung zeigte sich die SVP kritisch. Sie dürfte aber in ihrer Meinung noch kippen. Ansonsten sind sie wohl gemacht: Zustimmung bei den Kantonen, der FDP, der CVP und polizeinahen Kreisen. Ablehnung durch die SP, die Grünen, JuristInnen, Datenschutzbeauftragte und Organisationen, welche sich den Grundrechten verpflichtet fühlen. In dieser Konstellation dürfte das Gesetz verabschiedet werden. Das letzte Wort soll dann das Volk haben.

Soweit sind wir aber noch nicht. Und doch fordert bereits ein Staatsanwalt gemäss einem Artikel in der Sonntagszeitung den “Trojaner Federal” auch für die Strafverfolgung. Wie war das doch gleich nochmals mit dem Frosch und dem heissen Wasser? Widerstand tut Not.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit

22. März 2008

CAcert Assurer Test

Bei CAcert ist gerade einiges in Bewegung. Da die Root-Zertifikate mit den weitverbreiteten Web-Browsern, insbesondere der Mozilla Foundation, noch immer nicht mitgeliefert werden, wurde (neben vielem anderem) vor einem Monat ein Online-Test für CAcert Assurer aufgeschaltet. Um den geforderten Qualitätsstandards zu genügen, müssen alle BeglaubigerInnen diesen in den nächsten Monaten bestehen, um weiterhin Punkte vergeben zu können.

Ebenfalls neu ist das Community Agreement, welches das Miteinander der Teilnehmenden und den Organen verbindlich regelt. An vielen anderen Policies und Handbüchern wird (noch) eifrig gearbeitet. Zudem werden die kritischen Server nach Holland gezügelt und so umgebaut, dass die Administration immer nach dem Vier-Augen-Prinzip geschieht.

Habe mich heute etwas auf den Seiten getummelt, um mein Wissen auf den aktuellen Stand zu bringen, und dann erfolgreich den Test absolviert. Für Leute, welche schon Punkte vergeben haben, sich etwas für die Hintergründe interessieren und ein Stündchen Zeit investieren (davon 15 Minuten für den Test selber), ist er problemlos zu bestehen.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit

15. März 2008

Dokumentarfilme zum Thema Datenschutz

Krame gerade etwas im Filmarchiv. In den letzten Jahren habe ich mir so manche Dokumentation zum Thema Datenschutz angeschaut. Davon finde ich zwei besonders bemerkenswert:

Einerseits Suspect Nation von Neil Ferguson (Channel 4, GB, 2006, 47 min, englisch)…

Die eindrückliche Dokumentation berichtet über die heute allgegenwärtige Überwachung im Vereinigten Königreich und den USA. Der Journalist Henry Porter führt durch den endlosen Dschungel an Kameras und sonstigen Überwachungstechnologien (wie RFID-Funkchips u.a. in Pässen), die in den Jahren der Blair-Regierung Schritt für Schritt aufgebaut wurde. Aus einem ehemaligen freien Land ohne Personenregistrierung ist die wohl bestüberwachteste Zone der Welt geworden. Zusätzlich wird auch berichtet, wie unsicher viele dieser Technologien sind.

…und andererseits Citizen Cam von Jérôme Scemla (ARTE, F/IS, 25 min., deutsch)

Der Dokumentarfilm stellt den isländischen TV-Sender Kanal 8 vor, welcher 24 Stunden live die Bilder von 200 Überwachungskameras von Reykjavík zeigt. Humani TV, wie der Sender von der Bevölkerung genannt wird, schlägt mittlerweile sämtliche Einschaltrekorde. Alle beobachten alle. Dadurch verändert sich das Verhalten der Bevölkerung in der Öffentlichkeit. Doch er provoziert auch Widerstand und unkonventionelle Gegenaktionen.

Theorie verwandelt Realität indem sie sie beschreibt.

Als Stream finde ich ihn gerade nicht im Netz. Im Chaosradio Podcast Network, einer wirklich bemerkenswerten Quelle für Technologie-Podcasts, kann mensch ihn aber herunterladen.

Beide Filme werden wohl im Rahmen vom Cosin ‘08, welches vom Freitag 4. bis Sonntag 6. Juli im KuZeB stattfinden wird, gezeigt. Wer sich also noch etwas gedulden kann, dem/der werden sie auf Grossleinwand serviert.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit

11. März 2008

Update: Computerlabor

Die Präsentation zum gestrigen Workshop “(Internet-)Telefonie, Chat, Instant Messaging” steht überarbeitet zum Download bereit. Und nicht vergessen: Am 21.4. startet der dreiteilige Webseitenprogrammier-Workshop.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Updates

9. März 2008

Wie der Frosch im heissen Wasser

Panopti.com hat einige sehr schön gemachte Flash-Animationen zum Thema Überwachung ins Netz gestellt.

Kurz und bündig bringt es “Wie der Frosch im heissen Wasser” (wenn auch etwas polemisch) auf den Punkt:

Und auch die Animation zur Digitalisierung gefällt:

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Datenschutz & Datensicherheit

4. März 2008

100 Gratis-SMS pro Monat in drei Schritten…
  1. Im Sunrise-Shop eine gratis Promo Prepaid-SIM-Karte holen und vor Ort registrieren.
  2. Den Sunrise personal code anfragen.
  3. Sich für Sunrise Mail registrieren.
  4. (Mit der SIM-Karte min. einmal pro Jahr einen Anruf führen, damit sie nicht gesperrt wird.)

;-)

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Krimskrams

Vorschau: Computerlabor vom 10.3.2008

Der nächste Workshop steht vor der Tür. Dieses mal zu den Themen: (Internet-)Telefonie, Chat & Instant Messaging

Im ersten Teil dreht sich alles ums Telefonieren. Dabei werden wir uns aber nicht nur auf die PC-zu-PC-Kommunikation beschränken, sondern uns genauso damit beschäftigen, wie wir ohne Computer einfach über das Internet auch von und zum Festnetz telefonieren können – und das sogar über die liebgewonnene Festnetznummer und ohne Grundgebühren. Wer hat, Kopfhörer/Mikrofon oder Headset nicht vergessen…

Auch im zweiten Teil wird es sehr praktisch zu- und hergehen. Da steht die textbasierte Echtzeitkommunikation im Zentrum. Ob in öffentlichen Räumen beim Chat oder mehr persönlich durch Instant Messaging.

Die Themen sind betriebssystemunabhängig – und demnach auch für FensteranwenderInnen und BenutzerInnen von angebissenem Obst spannend. Dennoch wird Zeit für konkrete (Ubuntu-) Wünsche und Fragen übrig bleiben. Los geht’s um 20.00 Uhr.

Verfasst von Kire und abgelegt unter: Linux & Opensource

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