Der erste Highlight des Kongresses liess nicht lange auf sich warten. Im zweiten Vortrag stellten drei Vertreter des Chaos Computer Clubs Cologne, stilecht im Frack und mit Zylinder, ihre dampfbetriebene, historische Telexmaschine vor. Zum Schluss der Veranstaltung hat er dann tatsächlich live einen RSS-Feed zum Kongress ausgegeben.

Anschliessend ging es im Saal 1 weiter zum Thema Bundestrojaner. Die drei vortragenden des CCC plauderten locker und unterhaltsam unter dem Motte “Die Wahrheit haben wir auch nicht, aber gute Mythen”. Constanze Kurz warf zwischendurch in die Runde, dass der, nicht zuletzt vom CCC geprägte, Begriff Bundestrojaner eigentlich zu verniedlichend sei, und dass es schlicht Computerwanze heissen müsste.

Bei mir ging es dann mit zwei Vorträgen und einer spannenden Diskussion zum Tor-Netzwerk weiter: Tor & Anonymity for 2015. Der Austausch wird am Samstag beim Workshop mit Roger Dingledine, dem Chefentwickler, bestimmt eine Fortsetzung finden.
Im Anschluss hielt Anne Roth einen berührenden Vortrag zu “What is terrorism? And who is terrorising whom?”. Dabei schilderte sie eindrücklich, was es persönlich bedeutet, über Monate bespitzelt zu werden, und wie die Überwacher dabei vorgehen.
Ansonsten ist vieles so wie immer. Z. Z. sitze ich im Hackcenter von einigen bekannten Gesichtern umgeben. Die Lounge wurde grösser. Blinkenlights hat einen eigenen Raum im Untergeschoss bekommen. Und der Chinese um die Ecke, ist auch noch da…
Später geht’s dann noch zum Vortrag “DNS Rebinding And More Packet Tricks” von Dan Kaminsky. Der ist für sich allein schon eine Nummer…


