Ergänzende Erfahrungen mit Ubuntu 6.06 bis 8.10 auf einem HP Compaq nc6120


Achtung: Dieser Artikel ist veraltet. Die hier besprochenen Ubuntu-Versionen sollten auf keinen Fall mehr eingesetzt werden, da sie nicht mehr mit (Sicherheits-)Updates versehen werden. Individuell mag der Artikel noch interessante Hinweise liefern. Auf Wunsch ist er hier im Archiv noch eine Weile veröffentlicht.


Da die Fedora Core Installation mehrere Upgrades und Hardware-Wechsel hinter sich hatte, stand eine bereinigende Neuinstallation an. Dabei habe ich mich gleich auch noch für einen Wechsel zu Ubuntu entschieden - und die Wahl nicht bereut.

Das HP Compaq nc6120 Notebook wurde ja mit expliziter Ubuntu-Unterstützung ausgeliefert. Dementsprechend reibungslos verlief die Installation. Daher werde ich hier auch nur noch einige wenige ergänzende Worte zu diesen beiden Artikeln verlieren:

Erfahrungen mit Fedora Core 4 auf einem HP Compaq nc6120
LaptopTestingTeam/HPNC6120Externer Link


Bildschirm (nur 6.06 Dapper Drake bis 8.04 Hardy Heron)

Damit der Intel 915GM Grafik Chipsatz die Auflösung von 1400 x 1050 darstellen kann, reicht es, mit Synaptic das Tool 915resolution zu installieren und neu zu booten. Das Video-BIOS und xorg.conf werden dadurch automatisch richtig modifiziert.

Ein zusätzlicher externen Monitor kann als erweiterter Desktop angesprochen werden, nachdem /etc/X11/xorg.conf um die Bildschirm-Definition und die Xinerama-Funktion ergänzt worden ist.

Achtung: Die Beispiel-Datei beinhalten auch die Option "MaxTapTime" "0", damit nicht mehr standardmässig beim Tippen auf das Touchpad ein Mittelklick ausgelöst wird.


Bildschirm (8.10 Intrepid Ibex)

Da die Verwendung von X.Org (und X.Org) selber einige Veränderungen erfahren hat, bleibt der Bildschirm nach dem Upgrade erstmal dunkel. Abhilfe ist aber einfach - und wird mit nahtlosem Support (ohne Hack von oben) belohnt:

  • In den "Recovery Mode" booten (beim Aufstarten/GRUB-Auswahlbild Esc drücken),
  • "Try to fix X server" wählen und anschliessend durchstarten.
  • Die Bildschirmauflösung(en) inkl. dem erweiterten Desktop kann nun komfortabel grafisch gewählt werden (System -> Preferences -> Screen Resolution).
  • Auch die Interpretation als Mausclick durch Tippen auf das Touchpad kann nun in den Mauseinstellungen ausgeschaltet werden (System -> Preferences -> Touchpad -> "Enable mouse clicks with touchpad")

Mir scheint, dass die Bildschirm-Ansteuerung etwas träger geworden ist, resp. mehr CPU-Last erzeugt. Eine wirkliche Einschränkung ist es aber nicht.


Modem (6.06 Dapper Drake)

Um das integrierte Modem zum Funktionieren zu bringen, muss mit Synaptic sl-modem-deamon installiert, die Datei /etc/wvdial.conf angelegt und entsprechend angepasst werden:

[Dialer Defaults]
Modem = /dev/ttySL0
Baud = 57600
Init1 = ATZ
ISDN = 0
Modem Type = Analog Modem
Phone = [Telefon-Nummer]
Username = [Login-Name]
Password = [Passwort]
Carrier Check = no

Anschliessend kann mit dem Befehl wvdial gewählt werden.


Wake-on-LAN aus Suspend-to-RAM (6.06 Dapper Drake)

Das Notebook kann standardmässig per Magic Paket aus dem Schlaf geweckt werden. Aus dem Suspend-to-RAM Status (ACPI S3) gelingt dies nach Ausführen (als root, resp. mittels sudo) von

echo C068 > /proc/acpi/wakeup

Bequemlichkeitshalber trägt mensch sich das gleich ins /etc/rc.local ein.


Wake-on-LAN aus Suspend-to-RAM (nur 7.04 Feisty Fawn & 7.10 Gutsy Gibbon - und wieder 8.10 Intrepid Ibex...)

Nach dem Update auf Ubuntu 7.04 Feisty Fawn funktioniert nun auch der Network-Manger und das dazugehörige Gnome-Applet (ink. PPTP) super. Für das WoL braucht es aber zusätzlich zur oben genannten Einstellung noch den Netzwerkparameter Wake-on: g. Dies erreichen wir (als root, resp. mittels sudo) mit dem Befehl

ethtool -s eth0 wol g

Auch diese Einstellung geht immer wieder verloren. Daher ist es praktisch, sich eine ausführbare Datei /etc/network/if-up.d/wol mit diesem Inhalt anzulegen:

#!/bin/sh
ethtool -s eth0 wol g

Network-Manager aus Suspend-to-RAM (nur 7.10 Gutsy Gibbon & 8.04 Hardy Heron)

Hin und wieder erkennt der Netzwerkmanager nach dem Suspend-to-RAM die vorhandenen Netzwerke nicht mehr. Dies kann durch Restarten desselben behoben werden:

sudo /etc/dbus-1/event.d/25NetworkManager restart

Damit dies automatisch nach jedem Aufwachen geschieht, kann eine ausführbare Datei /etc/acpi/resume.d/89-RestartNetworkManager.sh mit diesem Inhalt angelegt werden:

#!/bin/sh
/etc/dbus-1/event.d/25NetworkManager restart

Network-Manager aus Suspend-to-RAM (8.10 Intrepid Ibex)

Das Skript 25NetworkManager (siehe oben) gibt es nach dem Upgrade nicht mehr. Die gleiche Funktion übernimmt nun:

/etc/init.d/NetworkManager restart

Der schnelle Festplattentod (8.04 Hardy Heron)

Informationen dazu gibt's in einem eigenen Artikel.


Die Skripts und Konfigurationsdateien unterstehen der CC-GNU GPLExterner Link.

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